Flüchtlingsunterkunft - Planungsgrundlage

Im Rahmen der Suche des Amtes Horst-Herzhorn (rd. 16.000 Einwohner) nach einem passenden Neubau für die Unterbringung von Flüchtlingen in der Gemeinde Horst haben wir drei beispielhafte Modelle entwickelt. Die Gemeinde Horst hat sich für die Variante 3 entschieden und setzt dieses derzeit um. Nach zahlreichen Gesprächen mit Beteiligten und Betroffenen in anderen Gemeinden haben wir im Nachgang eine weitere Variante ausgearbeitet.
 
Die Gemeinde Horst hat 5500 Einwohner und beheimatet derzeit 150 Flüchtlinge; mit weiteren ist zu rechnen. Die verfügbaren Wohnraumkapazitäten sind erschöpft. Der prognostizierte Zuzug liegt bei ca. 50 zusätzlichen Flüchtlingen. Gleichzeitig besteht in der wachsenden Gemeinde dauerhaft Bedarf an bezahlbarem Wohnraum. Somit war und ist die Nachnutzbarkeit des Gebäudes als Mehrfamilienhaus ein wichtiges Kriterium, um auch die Wirtschaftlichkeit eines Neubaus gegenüber temporären Lösungen der Flüchtlingsunterbringung zu steigern.
 
Ziel ist, selbstbestimmtes Wohnen in einfachen Umständen zu realisieren, um den menschlichen Bedürfnissen der Bewohner nachzukommen und den sozialen Frieden zu wahren. Die Gebäude müssen unterschiedlichen Nationalitäten, Ethnien, Glaubensrichtungen und Geschlechtern gerecht werden.
 
In vorliegender Übersicht stellen wir die grundsätzlichen Überlegungen zu Baukonstruktion und Baustandard dar und stellen die Unterschiede der Varianten gegenüber.
 
Die Orientierung der Gebäude auf dem Grundstück lässt sich im Hinblick auf Himmelsrichtung und örtliche Erschließung leicht anpassen.
 
Die Kostenbetrachtung beschränkt sich auf die Kostengruppen 300+400 der DIN 276 (Baukosten inkl. 19 % Mwst.). Die Kostenansätze für grundstücksbezogene Kosten, Nebenkosten, Anschlussgebühren, Einrichtungskosten etc. sind von den örtlichen Gegebenheiten abhängig und damit individuell festzustellen.
 
Das vom Innenministerium initiierte Markterkundungsverfahren zur „Markterkundung in Schleswig-Holstein: Typengebäude für kommunale Unterbringung und Wohnungen“ wird auf dem Landesportal Schleswig-Holstein beschrieben.

PDF zum Download:
Flüchtlingsunterkunft
standardisiertes Planungs- und Konstruktionskonzept
„Horster Modell“

VISU_Var3_151022_mit_Holzverschalung_und_Farbkonzept

Flüchtlingsunterkunft - Variante 3 EG "Horster Modell"

VARIANTE3_EG

Flüchtlingsunterkunft - Variante 4 EG

VARIANTE4_EG